Wie viel Militarisierung verträgt die Gesellschaft? Diskutiere mit!

Eine NaturFreunde-Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Treffpunkt i"

© 

Angesichts der massiven Ausweitung der deutschen Rüstungsausgaben geht es beim nächsten „Treffpunkt i“ am 26. Mai um 19:00 Uhr um das Thema Militarisierung der Gesellschaft. Bei dieser digitalen Veranstaltungsreihe stellt der NaturFreunde-Bundesvorstand auf Zoom zentrale Positionen zur Diskussion – und lädt Mitglieder und Interessierte herzlich zum Mitdiskutieren ein. Häufig nimmt auch ein*e Referent*in einer Partner-Organisation teil.

Und darum geht es konkret:
Sind wir bei der Militarisierung mittlerweile an einem Kipppunkt der Gesellschaft angekommen? Die Militarisierung betrifft ja längst nicht mehr nur die Bundeswehr. Sie zeigt sich in nahezu allen Ebenen der Gesellschaft: in der Wirtschaft durch steigende Rüstungsausgaben und Rüstungsexporte; im Gesundheitswesen durch Notfall- und Kriegspläne für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen oder die bevorzugte Finanzierung militärischer Infrastruktur wie Bundeswehrkrankenhäuser.

Datum: 26. Mai 2026, 19 Uhr
Thema: Militarisierung – Kipppunkt unserer Gesellschaft?
Referent*innen:
Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands;
Yannick Kiesel, kommissarischer Politischer Geschäftsführer DFG-VK und Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands
Hier geht es zur Anmeldung.

Gleichzeitig geraten soziale, ökologische und demokratische Projekte zunehmend unter Druck, wenn Fördermittel gekürzt oder gestrichen werden, weil Milliarden in militärische Aufrüstung fließen. Auch in der Bildung wird eine wachsende Präsenz militärischer Akteur*innen sichtbar, etwa durch Bundeswehrwerbung an Schulen oder die Normalisierung sicherheitspolitischer Narrative im öffentlichen Diskurs.

Kritiker*innen warnen längst vor einer schleichenden Veränderung gesellschaftlicher Prioritäten: Weg von sozialer Absicherung, Klima- und Umweltschutz sowie demokratischer Teilhabe, hin zu „Kriegstüchtigkeit" und Aufrüstung.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung beim Bundeshaushalt: Für das Jahr 2027 sind rund 100 Milliarden Euro für Verteidigung vorgesehen, bis 2030 könnten die Militärausgaben bereits auf 180 Milliarden Euro steigen. Damit stellt sich die Frage, welche gesellschaftlichen Bereiche künftig zurückstehen müssen und welche Folgen dies für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und ökologische Transformation haben wird.

Hier geht es zur Anmeldung.